Darmflora

Probiotika

Regulation unserer Darmflora und Unterstützung des Immunsystems

Banner-Probiotic12

Aufgaben und Funktionen unseres Darmsystems

Der Darm ist das größte und eines der wichtigsten Organe unseres Körpers. Durch seine Verdauungsarbeit (Freisetzung von Nährstoffen aus der Nahrung und anschließender Transport über die Darmwand ins Blut) versorgt er unsere Körperzellen mit Energie, Vitaminen und Mineralstoffen. Der Darm ist jedoch nicht nur Verdauungsorgan, sondern er ist gleichzeitig unser wichtigstes Immunorgan: 70% des menschlichen Immunsystems sind im Darm lokalisiert. Ohne diese immunologische Schranke hätten wir keine Überlebenschance, denn der Darm bildet die größte Kontaktfläche unsere Körpers zur Außenwelt und wir von Abermillionen Mikroorganismen und Bakterien besiedelt. Diese bilden zusammen mit der sie umgebenden Matrix unsere Darmflora.

Beratung anfordern !!

Entwicklung und Zusammensetzung der Darmflora

 

Die Besiedlung des Darms beginnt mit der Geburt. Die Darmflora entwickelt sich in Abhängigkeit von der Ernährung (Muttermilch/Flaschenkost) und den Bakterien in der Umgebung des Säuglings. Unter Muttermilch zeigt sich eine säuglingstypische Bifidusflora (90% Anteil Bifidobakterien). Mit der Einführung der Beikost und dem späteren Übergang zur Mischkost wandelt sich die Zusammensetzung der Darmflora in Richtung Erwachsenenflora und ist dann ab dem 3. – 5. Lebensjahr relativ stabil. Erst in höherem Alter verändert sich die Darmflora zunehmend, unter anderem durch veränderte Ess- und Trinkgewohnheiten.

 probiotic-zusatzbild

jetztbestellen

Die in der erwachsenen Darmflora angesiedelten Bakterien lassen sich in über 400 Bakterienstämme einteilen, von denen viele weniger nützlich sind, die meisten aber unsere Gesundheit unterstützen.

 

Im Dünndarm dominieren vor allem Milchsäurebakterien (Laktobazillen) neben Streptokokken und anaeroben Bifidobakterien. Dabei nimmt die Besiedlung von proximal (Zwölffingerdarm) nach distal (Krummdarm =Ileum) deutlich zu. Im Dickdarm findet sich die höchste Besiedlungsdichte, es dominieren hierbei anaerobe Keimarten wie Bifidobakterien, Eubakterien, anaerobe Streptokokken und Bacteriodes-Arten.

 

Sind die nützlichen Bakterien in der Überzahl, dann ist die Darmflora im Gleichgewicht und gesund. Verschiedenartigste Einflüsse können jedoch dieses Gleichgewicht und damit die Funktion der Darmflora beträchtlich stören.

Dazu gehören:

 

  • Alltagsstress und psychische Belastungen
  • Unausgewogene Ernährung (zu wenig Vital- und Ballaststoffe, zu viel Eiweiß und Fett)
  • Lebensmitteilzusatzstoffe (Konservierungsmittel)
  • Chemische Noxen wie Herbizide und Fungizide
  • Infektionen, Immundefekte, hormonelle Störungen
  • Arzneimittel (z.B. Antibiotika, Psychopharmaka)
  • Therapeutische Maßnahmen (z.B. Chemotherapie)
  • Strahlentherapie

 

Durch diese Einflüsse kann es zu Veränderungen im Spektrum der Darmkeine und somit zu Funktionsstörungen des Gastrointestinaltraktes kommen, wie z.B.:

 

  • Schlechte Verdauund und Ausnutzung der Nahrung
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Durchfallerkrankungen (Diarrhöen)
  • Reizdarmsyndrom
  • Obstipation = Verstopfung
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Infektiöse Darmerkrankungen

Beratung anfordern !!

Funktion und Bedeutung der Darmflora

 

Eine gesunde, stabile Darmflora beeinflusst wesentliche Darmfunktionen positiv und unterstützt die Aufnahme der lebensnotwenigen Nährstoffe. Sie stellt darüber hinaus eine Infektionsbarriere gegen mögliche Krankheitserreger dar und unterstützt die körpereigene Immunabwehr über Modulation des darmassoziierten Immunsystems (GALT = gut associated lymphoid tissue). Dieses ist hauptsächlich verantwortlich für die spezifische sowie die unspezifische Infektabwehr an der Darmschleimhaut.

 lr-probiotic-12

jetztbestellen

Die physiologischen Darmbakterien üben durch die Sekretion antibakterieller Substanzen eine direkte Hemmwirkung gegen Krankheitserreger (Fremdkeime mit pathogener = krank machender Wirkung wie z.B. Cholera, Salmonellen, Shigellen) aus. Sie verhindern auch das Hochwuchern von bestimmten endogenen Darmkeimen mit pathogenem Potential ( z,B, Candida albicans, Clostridium difficile), indem sie die Ansiedlungsmöglichkeiten für diese Erreger an der Darmwand durch die Besiedlung der Darmschleimhaut deutlich reduzieren (Barrierefunktion). Durch die Schaffung eines bestimmten Milleus im Dickdarmbereich (z.B. leicht saurer PH-Wert) wird die Kolonisation pathogener Keime hier zusätzlich erschwert.

 

Definition und Funktion von Probiotika

 

„Probiotika“ sind lebende, apathogene (nicht krank machende) Mikroorganismen, die in ausreichender Menge in aktiver Form in den Darm gelangen und dort über eine günstige Beeinflussung der Darmflora bzw. des Darmmilleus gesundheitsfördernde und krankheitsvermindernde Effekte auf den Organismus ausüben.

Die im humanbiologischen Bereich am häufigsten verwendeten Probiotika gehören zu den Gattungen „Lactobazillus“ und Bifidobacterium“. Sie gelten in der Herstellung fermentierter Nahrungsmittel als unbedenklich und werden als „apathogen“ angesehen. Viele Milch- und Sauermilchprodukte enthalten dabei nur einen Bakterienstamm, dessen Konzentration sich durch die Einwirkung der Magensäure bereits im Magen stark abbaut. Unterschiedliche Nahrungsergänzungsmittelkonzept dagegen besitzen ein Keimgemisch von 2 bis 8 Bakterienstämmen und erhalten deren Konzentration zum Darm hin durch galenisch erzeugte Magen- und Dünndarmresistenz (lyophilisierte = gefriergetrocknete, vermehrungsfähige Probiotika in Hartgelantinekapseln + magensaftresistenter Überzug).

 

Probiotik 12 enthält pro Kapsel eine Kombination von 12 Bakterienstämmen mit insgesamt 1 Mrd. probiotischer Bakterien plus ein unterstützendes Präbiotikum, einen unverdaulichen Ballaststoff, der unverändert in den Dickdarm gelangt und dort gezielt das Wachstum und die Vermehrung der milchsäurebildenden Bakterien fördert. Durch die Microverkapselung der einzelnen Bakterienstämme sowie zusätzliche äußerliche Doppelverkapselung werden die Bakterien bei der Magenpassage geschützt, gelangen so unbeschadet an ihren Wirkungsort Darm, und unterstützen dort die körpereigene Darmflora.

probiotic-3er-80373-1

Beratung anfordern !!

Nutzen von Probiotika

 

  1. Nur ein gesunder Darm mit ausgeglichener, stabiler Darmflora kann eine wesentliche Immunabwehr gewährleisten. Da die bakterielle Zusammensetzung der Darmflora dabei eine ganz wichtige Rolle spielt, können Probiotika die natürliche Bakterienzusammensetzung des Darms unterstützen (Regulation) sowie Störungen der Darmflora ausgleichen (Regeneration). Hierdurch unterstützen sie unser Immunsystem und tragen zur Vorbeugung (z.B. Durchfallerkrankungen) sowie zur Abwehr von Infektionen (z.B. durch Rotaviren und Clostridien) bei.

 

  1. Über ihre Kommunikation mir den Darmwandzellen können Probiotika sowohl eine Aktivierung körpereigener Immunzellen (z.B. der T-Zellen) hervorrufen als auch modulatorisch auf das Immunsystem einwirken (Clancy, Pang 2007). Dies könnte zur Verhinderung der Festsetzung allergischer Symptome bei Risikopersonen (familiäre Disposition) und damit zur Prävention von Allergien beitragen.

 

  1. Über eine Verbesserung der Laktoseverdauung sollen Probiotika zur Milderung der Symptome bei Laktoseunverträglichkeit beitragen.

 

  1. Erste klinische Studien deuten auch eine Verringerung des Darmkrebsrisikos durch die täglich Aufnahme von Probiotika an.

 

Einsatzgebiete von Probiotika

 

  • Störung der Darmflora durch langfristige Antibiotika-Einnahme
  • Laktoseintoleranz-Symptome
  • Infektiöse Durchfallerkrankungen
  • Unterstützung konventioneller Therapien bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Reizdarmsyndrome mit Darmflora-Beteiligung
  • Prävention bei Allergie-Disposition (-Risiko)

Beratung anfordern !!